Yoga in Vancouver

Während meiner letzten Yogareise, die mich im April nach Goa in Indien führte, lernte ich neben vielen weiteren herzlichen, tollen und unterschiedlichen Frauen auch Kirsten aus Vancouver kennen.

Da unser Flug nach Kanada zu diesem Zeitpunkt schon gebucht war, versprach ich ihr bereits bei der Abreise aus Goa, sie in Vancouver zu besuchen.

Als es dann endlich soweit war, sammelte mich an der Sky-Train Haltestelle in Kits Beach ein. Die Freude war riesig, sie diesmal auf einem vollkommen anderen Kontinent und sie in einem vollkommen anderen Umfeld begrüßen zu können.

Bereits im Tagesverlauf konnte ich feststellen, dass Vancouver ‚Lululemon- und Yoga-Town‘ ist, da gefühlt jede zweite Person Leggings/Shorts und Shirts der Marke trägt und es dabei vollkommen egal ist, ob sie sich dabei im Bus, im Einkaufszentrum, im Supermarkt oder tatsächlich auf dem Weg zum Yoga befindet. Absolutely crazy …

Die Steigerung dessen konnten wir dann allerdings an der Promenade in Vancouver erleben. Unmittelbar neben der olympischen Feuerschale befindet sich das Vancouver Convention Center und der Eingang war durch Absperrgitter vom normalen Fußweg abgetrennt. Aufgereiht in diesem ‚Käfig‘ überwiegend Frauen verschiedener Altersklassen (natürlich mit Lululemon bekleidet), die sich augenscheinlich auf längeres Warten einstellen und es sich meist auf luftgefüllten Sitzsäcken bequem machen.

Neugierig wie ich bin, wollte ich dann natürlich wissen, auf welchen Konzert die Ladies warten. Diese wollten zunächst keine Auskunft geben, doch dann konnte ich doch noch erfahren, dass sie auf den Sale der Marke Lululemon warten, der am nächsten Tag um 11 Uhr beginnt (es ist wohlgemerkt gerade einmal 3 Uhr am Nachmittag) – Wer hätte es gedacht …

Mit Kirsten ging es dann am Abend nach einer Kleinigkeit zu essen zu Semperviva Yoga. Sie hat für heute Abend eine Kundalini-Yoga Klasse ausgesucht. Eine Premiere für mich. Ich habe zwar schon einiges über Kundalini-Yoga gehört und einzelne Übungen auch in meiner Ausbildung kennengelernt, aber noch nie eine komplette Stunde besucht. Neugierig, interessant und unheimlich gespannt rollte ich dann meine Matte im Studio aus. 

Kundalini kann mit ‚Schlangenkraft‘ übersetzt werden. Die Kundalini-Energie wird als schlafende Schlange symbolisiert, die durch jedwede spirituelle Erfahrung erweckt werden kann. Kundalini ruht unterhalb unseres Wurzelchakras und im Kundalini Yoga werden Techniken zur Reinigung uns Stärkung eingesetzt, die die Erweckung vorbereiten sollen.

So haben wir in der Stunde kreisende Bewegungen in verschiedenen Gelenken ausgeführt, sind gehüpft, haben uns geschüttelt und sind dabei auch ordentlich ins Schwitzen geraten. Das alles zu wechselnder moderner und traditioneller Musik. Dazwischen fanden sich immer wieder Momente der Ruhe und Stille oder auch sanfte Bewegungen, die zum Spüren und Fließenlassen führten.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine spannende Erfahrung für mich war, das Ausprobieren Spaß gemacht hat und ich, auch wenn ich vertraute Sonnengrüße und Asanas vermisst habe, bestimmt wieder eine Kundalini-Yoga-Stunde besuchen werde.

Mit Intuition zur Edelsteinmala …

Beate Gaigl vom Label Padme&Jooles hat am vergangenen Samstag nach einer schönen Jivamukti-Yogastunde ihre Edelsteinmalas im Yogaraum Ravensburg ausgebreitet und wir Frauen konnten uns nach gemeinsamem atmen, lachen und schwitzen durch ihr mitgebrachtes Malasortiment probieren.

Jede Mala findet zum richtigen Zeitpunkt ihren Besitzer, der genau ihre Wirkung und Unterstützung zum entsprechenden Zeitpunkt benötigt und erhält. Daher durfte mein Favorit, der mich direkt beim Auspacken schon angesprochen hat, Beate am letzten Wochenende noch nicht begleiten, sondern musste warten, bis sie ihren Kurztrip nach Ravensburg antritt, um von mir entdeckt zu werden, auch wenn meine eigene Vorstellung bezüglich einer Mala in eine gänzlich andere Richtung gegangen ist.

Wer es bisher nicht selbst erlebt hat, wird und kann nicht glauben, wie die passende Mala ihrem Träger einen ganz besonderen Glanz und Ausdruck im Gesicht verleiht, der eindeutig zeigt, ‚wir zwei gehören zusammen‘.

IMG_0884

Es geht daher vordergründig nicht um das Äußere – die Farbe, sondern um das Gefühl und die innere Harmonie …

Noch einmal ein ‚Herzliches Dankeschön‘ an dich liebe Beate für deine herzliche und offene Art, deine kompetente, kritische und ehrliche Beratung und deinen ‚Blick‘ für das Wesentliche in uns ♥♥♥

Indien – ja oder nein?

DSC03227Eine Woche Ferien, insgesamt nur 9 Tage frei und dann 6900 km überwinden …

Abflug spät abends in München. Umsteigen in Abu Dhabi und Mumbai. Ankunft in Goa kurz vor Sonnenuntergang … Erleichterung, dass alles funktioniert hat – Rucksack ist angekommen, Flug war ruhig und die Verspätung hält sich in Grenzen 😉 – und Freude auf das Bevorstehende.

Dann vor Ort die erneute Erkenntnis und Erinnerung: Indien riecht anders.

Dennoch fühlt sich vieles direkt wieder vertraut an. Die Fahrt mit dem Taxi nach Patnem. Das ständige und allgegenwärtige Hupten der Autos, LKWs und Motorräder und die auf uns Europäer riskant wirkenden Überholmanöver, denen trotz allem Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zugrunde liegen.

Hier scheint jeder mit allem zu rechnen …

Es ist schön, die Kraft der untergehenden Sonne im Gesicht zu spüren, die rote Erde und freilaufenden Kühe zu sehen und den indischen Trubel zunächst vom Auto aus wirken zu lassen.

Ankunft in Patnem in der kleinen Einkaufsstraße, die ungewohnt dunkel ist – Stromausfall. Über den weichen, weißen Sand geht es erst einmal ans Meer, unheimlich warme Wellen umspülen die Füße. Dann endlich Ankunft im Bamboo und die Feststellung: same same but different …

Viele bekannte Gesichter, eine herzliche Begrüßung von Seiten der Mitarbeiter. Shala, Lounge und Restaurant am gleichen Fleck. Die Hütte hat noch immer den Flair vom letzten Jahr, mit der einfachen Ausstattung, die absolut ausreichend ist und dem OpenAir-Badezimmer. Dieses Jahr sind es jedoch mehr Hütten, teilweise mit stabiler Holzwand und Fenster, das Areal ist im hinteren Bereich von einem hohen Zaun umgeben, es gibt eine weitere Yogaskala und der Spa-Bereich für die unterschiedlichsten Massagen liegt direkt am Fuße des Hügels, der Patnem-Beach vom nächsten Strand trennt.

Morgens und Mittags Yoga dazwischen Brunch mit genialem Essen – danke Jungs – und Cookies mit Chai. Abends dann Essen am besten in erster Reihe am Strand, begleitet vom beständigen Meeresrauschen.

Mehr braucht es nicht, um sich zu erholen und zu merken, dass das Leben einfach so schön sein kann – so schön einfach sein kann.

Damit ist dann von meiner Seite aus auch die Frage aus dem Titel beantwortet …

Danke Goa, danke Patnem, danke Bamboo für diese unbeschreibliche Zeit – Namasté