Unterwegs zwischen Pinguinen und Abschied nehmen

Auch unsere letzte Nacht an Bord sollte wieder recht kurz ausfallen, da unser Besuch auf der Isla Magdalena bereits vor dem Frühstück geplant war und wir somit die ersten Gäste an diesem Tag auf der Insel sein konnten.

Expedition Isla Magdalena

Bereits von Bord aus konnte man schwarze und weiße Punkte auf der Insel erkennen und fragte sich, ob das wirklich so viele Pinguine sein können, die wir gleich aus nächster Nähe betrachten dürfen.

Bis es soweit war, dauerte es allerdings noch ein wenig, da unsere deutsche Gruppe heute leider zur letzten Gruppe gehörte, sodass nahezu alle der knapp 200 Passagiere an Bord schon auf der Insel waren und das lustige Treiben beobachten konnten.

Wie jeden Tag beim Ein- und Aussteigen in die Zodiacs wurde unsere Guides auch am letzten Tag nicht müde, uns an den richtigen Bewegungsablauf zu erinnern, wir Gäste haben jedoch schon längst begonnen, dieses stetige Wiederholen zu belächeln.

Auf der Insel angekommen, folgten wir dem angelegten Rundweg und konnten tatsächlich von Beginn an unzählige Magellanpinguine beobachten.

Von August bis März sind die lustigen Gesellen auf der Insel zu finden. Die Männchen erreichen dabei die Insel zuerst und kümmern sich um die vorhandene Bruthöhle oder graben eine neue. Die Weibchen folgen ihnen dann ungefähr im September und legen im Oktober binnen weniger Tage zwei Eier. Bei der Brut und Nahrungssuche für sich und die Jungen wechseln sich beide Partner ab. Nach 9 bis 17 Wochen, abhängig vom Futter, sind die Jugendlichen flügge und haben die ersten zwei Gefiederwechsel hinter sich.

Während unserer Zeit auf der Insel galten die folgenden Regeln:

  • ausreichend Abstand zu den Pinguinen einhalten
  • Pinguine, die den Rundweg überqueren haben immer Vorfahrt

Vor Ort mussten wir feststellen, dass Pinguine keine leisen Artgenossen sind. Einerseits ’schreien‘ sie miteinander und untereinander, um sich zu erkennen und zu begrüßen. Außerdem sind Revierkämpfe untereinander nicht selten und Schnabelkämpfe gehören zur Tagesordnung.

Dennoch kann man auch zärtliche Artgenossen beobachten, die eng beieinander stehen und sich gegenseitig ihr Fell pflegen.

Abschied

Nach einem letzten Frühstück an Bord begann die Zeit des Abschiednehmens. Die Rucksäcke waren wie immer schnell gepackt und vor die Tür gestellt, es gab noch einmal ein letztes Getränk und Kaffee auf dem Oberdeck und dann verabschiedeten wir uns, von der Crew, unseren netten Mitreisenden, die wir zurück in Deutschland hoffentlich wiedersehen und dem Schiff.

Knapp 5 Tage purer Luxus für uns waren viel zu schnell vorbei und dennoch waren wir bis oben gefüllt mit unzähligen besonderen Eindrücken, die wir immer weiter erzählen werden, wenn uns jemand zu unserer großen Reise befragt.


Nicht nur der Besuch bei den Pinguinen, nein, die ganze Reise war etwas Besonderes. Wir zum ersten Mal für länger auf einem Schiff, die Region Feuerland mit ihren beeindruckenden Zielen, die nur sehr wenige Menschen zu Gesicht bekommen und dann die gesamte Konstellation von Schiff, Crew und Expeditionen mit dem tiefen Verständnis für die Einzigartigkeit dieser Umgebung.

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