Wasserfälle Iguazú

Die Iguazú-Wasserfälle sind eines der bei beeindruckendsten Naturschauspiele der Welt, sie liegen im gut 2,7 Kilometer breiten Iguazú River zwischen Argentinien und Brasilien. Die Wasserfälle bestehen aus 275 einzelnen teils größeren und kleineren Wasserfällen. Durch die bis zu 90 Meter hohen Fälle fließen pro Sekunde 1500 bis 7000 m³ Wasser. Da die Grenze längs zwischen den Wasserfällen verläuft, kann man die Fälle von beiden Ländern aus besuchen.

Aufgrund unseres anschließenden Besuchs in Brasilien und der fest gebuchten Kreuzfahrt waren wir zeitlich etwas eingeschränkt und haben daher lediglich den Nationalpark Iguazú auf der argentinischen Seite besucht.

Sehenswürdigkeiten

ECOLOGICAL JUNGLE TRAIN

Am frühen Morgen ging es für uns vom Busbahnhof Puerto Iguazú aus zum etwas außerhalb (20 Minuten) gelegenen Nationalpark. Dieser umfasst eine riesige Fläche Regenwald mit dem Revier Iguazú. Der Haupteingang ist noch einige Kilometer vom eigentlichen Naturschauspiel entfernt, weshalb man mit einer kleinen Eisenbahn in den Park fahren kann, welche im Preis inklusive ist. Es gibt dort zwei Stationen von denen man auf Wanderwegen zu den einzelnen Wasserfällen laufen kann. Die bekanntesten Wege sind der Lower und der Upper Walk, sowie der gut ein Kilometer lange Steg zum Garganta del Diabolo.

GARGANTA DEL DIABOLO

Wir entschlossen uns als erstes den Garganta del Diabolo oder besser gesagt den Teufelsschlund am Ende der Eisenbahnstrecke und des Parks zu besuchen. Die Fahrt zur Station Devils Throat dauerte gut 30 Minuten und führt durch einzigartige Natur. Der Zug fährt überwiegend durch Waldgebiet und zwischendurch an einem Nebenarm des Flusses entlang und man wartet nur darauf, dass sich im dichten Wald auf der rechten Seite ein Tier zeigt. Dieses Glück hattet wir während der Fahrt zwar nicht, dafür dann aber als wir über den Steg, der direkt über dem Iguazú River liegt, gingen. Wir konnten riesige Fische, Schildkröten und unzählige Vögel entdecken, unter anderem einen Tukan. Je weiter wir uns den Wasserfällen näherten, umso mehr Gischt konnte man aufsteigen sehen.

Am Ende des Steges beeindruckte uns eine 700m lange u-förmige Fallkante, von der sich die Wasserwand gut 150m in die Tiefe stürzt.

Der Blick auf den Teufelsschlund war ein magischer und einzigartiger Moment!

UPPER WALK

Im Anschluss daran ging es mit der Bahn zur Mittelstation (Station Cataratas), die der Ausgangspunkt für die Wanderungen Upper Walk und Lower Walk ist.

Auch diese Wanderung führt zum großen Teil über einen Steg hin zu Aussichtspunkten und Terrassen, von welchen man die einzelnen Wasserfälle, wie z.B. Dos Hermanas, Chico, Ramirez, Bosetti, Adam und Eva, Bernabe Mendez und Mbiguá bestaunen konnte.

Uns hat gefallen, dass durch den Einsatz der Stege trotz tausender Besucher wenig Natur direkt berührt wird und der Nationalpark noch immer recht urtümlich wirkt. Bis auf wenige Ausnahmen konnte man neben und unter den Stegen auch keinen Müll entdecken.

Auf dem Rückweg gelangt man zu einer Brücke, die auch über den Iguazú River zur Fallkante des zweitgrößten Wasserfalls San Martin führt. Der Aussichtspunkt bietet einen guten Blick auf San Martin und man sieht das atemberaubende Panorama der gesamten Wasserfälle.

Der weitere Weg führt vorbei an zahlreichen Inseln und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna, wir konnten sogar einen Riesenotter unter uns schwimmen sehen.

Leider hat es an dem Tag unseres Besuches in Strömen geregnet, sodass wir uns gegen eine weitere Wanderung entschieden haben.

WEITERE SEHENSWERTE ZIELE IN DER UMGEBUNG

  • Nationalpark Puerto Iguazú – Lower Walk, Green Trail, Macuco Trail & Arrechea Fall
  • Nationalpark Foz do Iguaçu – Wanderungen und Wasserfälle auf der brasilianischen Seite
  • Stausee Itaipú – Wasserkraftwerk von Foz do Iguaçu

Wir beide lieben es, ober- oder unterhalb von Wasserfällen zu stehen und Kraft des Wassers zu spüren. Daher war es selbstverständlich, dass wir diesen Abstecher nach Iguazú machen. Auch wenn die Wasserfälle nicht automatisch auf der klassischen Route liegen, empfehlen wir definitiv einen Besuch, da man dieses Naturschauspiel unbedingt gesehen haben sollte.

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