Flores und die Maya-Ruine Tikal

Nach unseren Tagen im Dschungel von Lanquin ging es für uns wieder zurück über die abenteuerliche Piste, um dann auf befestigten Straßen weiter in Richtung Flores zu fahren.

Auch diese Fahrt sollte wieder nicht ganz glatt laufen, da wir auf unserer Strecke einen etwa 200m breiten Fluss queren mussten. An und für sich kein Problem, allerdings hatte die Fähre aus für uns nicht ersichtlichen Gründen für gut zwei Stunden ihren Dienst eingestellt, sodass wir insgesamt etwa 3 Stunden benötigten, um von einem Flussufer zum anderen zu gelangen.

Die kleine Insel Flores erreichten wir dadurch erst bei völliger Dunkelheit und wir hatten insgesamt einmal wieder mehr als 12 Stunden im diesmal komplett vollen Bus verbracht

Sehenswürdigkeiten

INSEL FLORES

Flores liegt auf einer Insel inmitten des Petén Itza Sees – eine traumhafte Kulisse. Auch hier findet man wieder kopfsteingepflasterte Straßen und keinerlei Autos in der kleinen gemütlichen Innenstadt. Lediglich die Ringstraße um die Insel herum darf zu bestimmten Zeiten befahren werden, es sei denn, der Wasserspiegel steigt wieder und überschwemmt die Straße.

Auf einer Anhöhe befinden sich die bedeutendsten Attraktionen der Stadt, der Parque Central, die weißgetünchte Kirche der Stadt und das Castillo de Arismedendi, eine ehemalige Festung.

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Mit einem Lancha ( kleines Boot) kann man von hier aus nach San Miguel übersetzen und zum El Mirador del Rey Canek gehen, um Flores und den See von oben zu sehen oder zum Schwimmen und Baden zum Playa Chechenal oder Jorge’s Rope Swing fahren. Diese Ausflüge haben wir einerseits aufgrund des unbeständigen Wetters und der dann nicht mehr ausreichenden Zeit nicht unternommen. Sie sollen jedoch sehr lohnenswert sein.

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MAYA-RUINE TIKAL

Tikal ist die wohl bekannteste Maya-Ruine in Guatemala und zählt du den bedeutendsten Maya-Ruinen der klassischen Zeit. Heute weiß man, dass Tikal lange Zeit einen Herrscherkrieg mit dem Nachbarstaat Calakmul führte, der schließlich unterworfen wurde.

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Die weitläufige Anlage bot Platz für mindestens 50.000 Menschen, allerdings geht man davon aus, dass in Hochzeiten gut 200.000 Menschen hier lebten.

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Wir haben uns bei unserem Besuch für die Sonnenaufgangstour entschieden, die bereits um 3:00 Uhr in Flores begann. Bei unserer Ankunft in Tikal war alles noch stockfinster und die offiziellen Schalter am Eingang waren noch geschlossen. Daher mussten wir auch unsere Tickets im Vorfeld in einer Bank kaufen.

Mit Taschenlampen (dem Handy sei Dank) bewaffnet folgten wir unserem Guide, der strammen Schrittes voranging. Plötzlich bewegte sich der Teil der Gruppe, der vorne lief, wellenartig wieder rückwärts … diese Dynamik war einer Schlange, die zu den giftigsten Guatemalas zählt, geschuldet. Fasziniert und doch auch etwas ängstlich beobachteten wir die Bewegungen der Schlange und setzten im Anschluss mit wachsamem Blick unseren Weg fort. Genau solche Begegnungen machen den Reiz und das zusätzliche Entgelt der frühen Tour aus.

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Vor allem während der Regenzeit ist es kaum wahrscheinlich einen wunderschönen Sonnenaufgang vom Tempel IV, dem höchsten und bedeutendsten Bauwerk der Anlage zu erhalten, da frühmorgendlicher Dunst und einige Wolken dieses Spektakel meist verdecken. Dennoch ist die Geräuschkulisse bei Sonnenaufgang höchst beeindrucken und lässt einen interessiert den Brüllaffen und Vögeln des Parks lauschen.

Unser Guide, der unheimliches Talent im Aufspüren von Tieren und Nachahmen der Brüllaffen an den Tag legte, gab alles, um uns die Artenvielfalt zu zeigen.

Neben der Schlange entdeckten wir eine Tarantel, Brüllaffen, Tukane, Kolibris, Nasenbären und noch einige weitere Tiere…

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Die meisten Pyramiden in Tikal können bestiegen werden, allerdings nutzt man dazu nicht die vorhandenen Steine, sondern extra angelegte Holztreppen und Podeste, um die Anlage zu schützen.

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Das Zentrum ist der Gran Plaza, wo bei unserem Besuch eine Zeremonie stattfand. Für uns war es beeindruckend zu sehen, wie sich die Gläubigen zum Teil mit Gaben um das in Feuer in der Mitte bewegten und ihre Gebete und Wünsche äußerten. Drumherum veranstalteten viele Familien ihre eigenes Picknick im Umkreis dieser Jahrtausende alten Pyramiden inmitten des Dschungels.


Dies war unser letzter Stop in Guatemala und gleichzeitig auch die letzte Maya-Ruine unserer Reise. Auffällig ist dabei, dass alle Ruinen für den Laien auf den ersten Blick doch große Ähnlichkeiten aufweisen, jede Ruine dann aber doch ihre eigene Besonderheit hat. Wir haben unsere Zeit hier in Guatemala auch aufgrund der netten Menschen, die wir kennengelernt haben sehr genossen und freuen uns nun auf den kurzen Abstecher in ein weiteres Land.

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