Roadtrip von Lissabon nach Porto – unsere Top10

Nachdem wir die ersten beiden Tage in Lissabon verbracht haben, standen nun die Feiertage bevor und wir wollten etwas unabhängiger vor allem die Highlights Portugals zwischen Lissabon und Porto erkunden. Nachdem wir den Mietwagen am Flughafen nach einer gefühlten Ewigkeit (hier zieht man überall noch Wartemarken) in Empfang genommen haben, wollten wir uns diesmal bewusst auch treiben lassen und nicht jedem ‚Geheimtipp‘ aus dem Reiseführer hinter jagen. Trotz allem oder gerade deshalb landeten wir häufig ganz ungeplant an beeindruckenden Plätzen und Orten:

#1: Boca do Inferno

Hierzu kann man auf alle Fälle die Höllenschlucht ‚Boca do Inferno‘ zählen, die insbesondere bei Wind und Sturm die Kraft des Atlaniks deutlich werden lässt.

Bevorzugt in den Wintermonaten ist die Kraft des Atlantiks deutlich zu sehen und zu spüren und erzeugt eine beeindruckende Geräuschkulisse, die deutlich macht, welche Kraft das Meer besitzt.

#2: Palácio Nacional da Pena

Schon von weitem kann man die leuchtenden Farben und Türme des Palastes über den Baumgipfeln sehen und man fragt sich, wie diese Konstellation mitten in den Nationalpark passt.

Vom Schloss aus hat man einen beeindruckenden Blick über den Nationalpark und einige weitere Schlösser der Region und den Schlossgarten.

Der Schlossgarten selbst enthält sowohl Waldgebiete mit versteckten Gebäuden und einem Berg mit Gipfelkreuz, als auch Elemente eines klassischen englischen Gartens und zudem noch eine Vielzahl exotischer Pflanzen

#3: Parque e Palácio de Monserrate

Der Palácio de Monserrate ist eigentlich eine Villa in ehemals privatem Besitz, die im neugotischen Stil erbaut wurde, durch indische und maurische Einflüsse entscheidend verändert wurde und ebenfalls von einer beeindruckenden Parkanlage umgeben ist.

Neben imposanten Bäumen und Palmen aus aller Welt entdeckt man bei einem Spaziergang durch den Garten unter anderem einen gepflegten Rosengarten, das Tal der Farne, den Japanischen Garten und das Mexikanische Tal.

Beide Palastanlagen gehören seit 1995 zum Welterbe der Menschheit der Unesco.

#4: Cabo da Roca

Unser Weg führte uns außerdem zum westlichsten Punkt des europäischen Kontinents, dem Cabo da Roca. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir diesen Ort, dessen Klippen gut 140m über dem Meer aufragen. Relativ abgeschieden findet man neben dem Denkmal noch einen Leuchtturm und vor allem einen unendlichen Blick aufs Meer hinaus.

#5: Obidos

Zufällig entdeckten wir auf unserem Weg die Kleinstadt Obidos, die vollständig von einer begehbaren Stadtmauer umgeben ist, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert entstanden ist.

Kleine Gassen schlängeln sich durch die Stadt, die von Touristen nur zu Fuß oder mit der Kutsche erkundet werden kann und deren Häuser auffällige blaue und gelbe Markierungen tragen.

#6: Peniche

Beim Blick auf die Karte von Portugal entdeckten wir eine kleine Halbinsel, die unsere Aufmerksamkeit erregte. So war für uns relativ schnell klar, dass wir uns genau diese ‚Insel‘ genauer anschauen werden. Bei unserem Besuch umrundeten wir die Insel, bestaunten die Steilküsten und konnten in der Ferne die Inselgruppe Berlengas sehen.

#7: Fatima

Auf unserem Weg gen Norden kamen wir auch am bedeutendsten Wallfahrtsort Portugals, in Fatima vorbei. Neben der Legende, die sich um die drei Hirtenkinder Lucia, Jacinta und Francisco rankt, gibt es einige Superlative an diesem heiligen Ort.

Der alten Rosenkranzbasilika, die bisher alleine am größten Kirchenvorplatz der Welt stand, wurde im Jahr 2007 die neue Basilika zur heiligsten Dreifaltigkeit gegenübergestellt. Sie ist mit ihren knapp 9000 Sitzplätzen der viertgrößte katholische Kirchenbau weltweit.

Im Jahr 2017 nahmen 9,4 Millionen Menschen an knapp 15.000 offiziellen und privaten Veranstaltungen anlässlich der Hundertjahrfeier in Fatima teil. Dabei ist jedoch anzumerken, dass sich vor allem die Zahlen der ausländischen Besucher nahezu verdreifacht haben im Vergleich zu den Vorjahren

#8: Nazaré

Urlaub in Portugal ist sehr häufig auch mit Surfen verbunden. Der Ort Nazaré, ehemals als Fischer- und Touristenort bekannt, zählt seit dem Jahr 2011 zu den Big-Wave-Orten und holt mittlerweile regelmäßig die Surfelite ins beschauliche Dorf.

Wir konnten während unseres Besuches leider keine Big-Waves sehen und mussten uns daher mit den theoretischen Erklärungen und der dennoch beeindruckenden Felsenkulisse begnügen.

#9: Costa Nova

Costa Nova ist, wie der Name schon sagt, ein weiterer Küstenort, der jedoch auf einer vorgelagerten Landzunge liegt und auf der Westseite wunderbar weißen Sandstrand und ewig lange Dünen besitzt.

In der ersten Reihe reihen sich bunt gestreifte ehemalige Fischerhäuser aneinander, die selbst im Winter ein ganz besonderes Flair verbreiten und die Laune heben.

#10: Porto

Nach vielen Naturschauspielen und einigen kleinen Orten bildete Porto den Abschluss unserer Fahrt in den Norden. Der städtische Trubel bildete eine willkommene Abwechslung für unseren Tag in Porto. Unseren Rundgang starteten wir in unmittelbarer Nähe zur Avenida dos Aliados mitten im Zentrum von Porto.

Die weitere Erkundungstour führte uns vorbei an einigen bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie der Kirche São Francisco, der Livraria Lello, der Igreja dos Clérigos, dem Bahnhof Porto São Bento und der Kathedrale von Porto.

Den Douro überquerten wir über die 385 Meter lange Bogenbrücke Ponte Dom Luís I, die knapp 45 Meter hoch und das Wahrzeichen der Stadt ist. Auf der anderen Seite angekommen, hat man die Qual der Wahl, welche Portwein-Kellerei man sich genauer anschauen möchte. Auch wir kosteten in einer kleinen Kellerei, die im Gegensatz zu den Großen in den Wintermonaten auf die Siesta verzichtet.

Fazit

Zum Abschluss unseres Roadtrips hatten wir noch einige Stunden Zeit, die wir noch nutzten, um ein weiteres Highlight einzufügen. Wir überquerten stadtauswärts die Ponte 25 de Abril (diese Richtung ist kostenlos) und machten noch einen kurzen Abstecher zum Strand nahe Setúbal und zur Landzunge Tróia, die ebenfalls lange, endlose Sandstrände besitzt und von unzähligen bunten Muscheln überseht war. Hier konnten wir noch einmal barfuß die Füße vom Atlantik umspülen lassen, die Sonnenstrahlen das Gesicht erwärmen lassen und die Einsamkeit der Strände genießen, bevor es für uns mit vielen schönen Erinnerungen zum Flughafen ging.

 

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