Israel – eine Reise ins heilige Land (1) – Mittelmeerküste

In den letzten Jahren haben wir schon einige Male verschiedene Flugsuchmaschinen bedient und nach Flügen für eine Reise nach Israel gesucht. Immer wieder wurden unsere Reisepläne jedoch von verschiedensten Sicherheitsbedenken durchkreuzt, sodass wir auf andere Reiseziele auswichen.

Diesmal jedoch hatten wir uns fest vorgenommen, unsere Pläne in die Tat umzusetzen und einige Highlights des Landes in Angriff zu nehmen.

Von Anfang an war für uns dabei klar, dass wir Israel auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden und uns keiner der unzähligen Reisegruppen, die im Land unterwegs sind, anschließen wollen.

Mitten in der Nach landeten wir am Flughafen Ben Gurion und durchliefen die Einreiseformalitäten. Ohne lange Wartezeit und ohne unnötige Fragen durch die Zollbeamten hatten wir innerhalb kürzester Zeit unsere Einreisegenehmigung in den Händen, sodass wir den Sicherheitsbereich verlassen konnten. Aktuell gibt es keine Stempel im Reisepass, sodass im Anschluss kein neuer Reisepass mehr benötigt wird, um ohne großen Aufwand z.B. in arabische Länder reisen zu können.

Tel Aviv-Jaffa

Nach einigen Stunden Schlaf am Flughafen, wie immer ausgerüstet mit Schlafsack und Kissen, holten wir unseren im Vorfeld gebuchten Mietwagen ab – ein xxx. Man könnte auch sagen: quadratisch, praktisch, gut oder einfach nur schnuckelig 😉

Vom Flughafen aus stürzten wir uns dann direkt in den verrückten israelischen Verkehr und steuerten unsere Unterkunft, das Hostel Hayarkon 48, mitten im Stadtzentrum von Tel Aviv,  dem größten Ballungszentrum Israels an.

Die Parkplatzsuche gestaltete sich auch aufgrund einer Vielzahl an Einbahnstraßen und nur hebräischen Parkerläuterungen zunächst etwas nervenaufreibend, sodass wir letztendlich ca. 1,5 km vom Hostel entfernt parkten und nur das Nötigste für die Nacht mitnahmen.

Unsere Stadterkundungen starteten wir in der seit dem Mittelalter bestehenden Hafenstadt Jaffa, die 1950  mit Tel Aviv vereinigt wurde.

Sowohl Jaffa, als auch Tel Aviv lassen sich sich sehr gut und bequem zu Fuß erkunden und so nutzen wir die Strandpromenade, um den mittelalterliche Stadtkern, der leicht erhöht liegt und einen guten Blick auf den Andromedafelsen ermöglicht, zu erreichen.

Der Hauptplatz in der Altstadt, der Kedumim-Square wird von kleinen Läden, einem Brunnen, vom Franziskanerkloster St. Peter und im Umkreis von einigen weiteren christlichen Gottes- und Glaubenshäusern gesäumt. Der HaPisgah-Garten dahinter ist eine weitläufige Grünanlage mit kleinem Amphitheater, einem weißen Monument, das an einen antiken Torbogen erinnert, der Statue des Glaubens und der Wunschbrücke. Hier kann man sein Glück versuchen, indem man auf dem Geländer sein Sternzeichen berührt, Richtung Meer blickt und an seinen Wunsch denkt.

Unser Weg zurück Richtung Tel Aviv führte uns an der Bäckerei Elafia & Sons, die unheimlich köstliche Teigtaschen und süßen Leckereien verkaufen, vorbei zum Flohmarkt und dem bekannten Uhrturm.

Im Sommer ist ganz Tel Aviv auf Strand eingestellt und so verwundert es nicht, dass sich Strandabschnitt an Strandabschnitt reiht, nur durch die Promenade von der Stadt getrennt. Auch für uns ging es jetzt erst einmal an den Strand und natürlich in die welligen Fluten des noch angenehm warmen Mittelmeeres.

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Am späten Nachmittag ging es dann durch die belebten Straßen Tel Avivs und zunächst führte uns unser Weg in Richtung des ausgefallenen Marktes der Stadt – dem Carmel Markt. Neben Schuhen und Textilien gibt eine Vielzahl ansprechender Lebensmittelstände und unzählige Leckereien – von süß bis salzig und natürlich gibt es auch unschlagbar leckere Falafel.

Im gesamten Stadtgebiet stößt man, ohne danach zu suchen, immer wieder auf einzelne der bekannten Bauwerke der Bauhausarchitektur. Grob geschätzt gibt es rund 4000 Bauhaus-Gebäude.

Unser Weg führte uns danach weiter durch verschiedene Straßen der Stadt und wir mussten feststellen, dass die Sonne, nicht nur aufgrund der gerade umgestellten Uhr, hier deutlich früher untergeht, sodass noch einige Zeit Tel Aviv bei Nacht zu sehen bekamen und mit vielen Eindrücken ins Hostel zurückkehrten.

Haifa und Akko

Aufgrund der Parkplatzkosten, die im 12-Stunden-Rhythmus ab 7 Uhr abgerechnet wurden, startete unser nächster Tag, wie auch die folgenden Tage, unheimlich früh.

Bevor es jedoch tatsächlich losging, statteten wir dem Bäcker um die Ecke noch einen Besuch ab und deckten uns mit Kaffee und süßem Frühstück ein. Wie so oft in Israel wurden wir auch hier in ein nettes Gespräch verwickelt und mussten feststellen, dass viele Israelis bereits in Deutschland gelebt haben.

Außerdem versuchten wir noch einige neue Vokabeln zu lernen und obwohl hebräisch die erste offizielle Amtssprache in Israel ist, grüßt man in dieser Bäckerei nicht mit ’shalom‘, sondern arabisch ‚ahlan‘.

Haifa wird von vielen als die schönste Stadt Israels betrachtet und insbesondere die Bahai-Gärten weckten bei der Planung unsere Aufmerksamkeit. Unser erster Weg in Haifa führte uns zur Karmelit-Bahn, eine U-Bahn mit 6 Stationen, die zum Karmel hinauf verkehrt. Leider mussten wir feststellen, dass uns dieses Erlebnis verwehrt bleiben wird, da die Bahn aufgrund eines Brandes geschlossen ist und aktuell saniert wird. So erklommen wir dann doch mit dem Auto den Berg und steuerten direkt die inneren Gärten rings um den Bahai-Schrein an.

Nachdem wir die Gärten auch von unten bewundert und dem Karmeliterkloster Stella Maris eine Besucht abgestattet hatten, entschieden wir, statt wieder zum Meer, noch weiter nach Akko, mit seiner historischen Altstadt zu fahren. Beim Streifzug durch die engen Gassen der Stadt hat man das Gefühl, nach jeder Kehre etwas neues zu entdecken oder erwartet, nach der nächsten Kurve in einer Sackgasse zu stehen.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die unterirdische Kreuzfahrerstadt (Crusader City), die heute ca. 8m unter dem Straßenniveau liegt. Über den türkischen Basar gelangten wir zum Eingang des Templar’s Tunnel, der uns unterirdisch auf gut 350m Länge zurück zum Parkplatz führte. Mit Sicherheit Gewölbe, die unzählige spannende Geschichten aus der Zeit seit dem 12.Jahrhundert erzählen könnten.

Planänderung: Abstecher nach Nazareth kurz vor Sonnenuntergang

Zum Abschluss des Tages nutzten wir die verbleibenden Sonnenstunden noch und machten einen Abstecher ins Landesinnere nach Nazareth, um der Verkündigungskirche einen Besuch abzustatten. Die Verkündigungskirche wird auch als Dreh- und Angelpunkt aller Pilgergruppen bezeichnet. Entsprechend lebhaft ging es im Stadtviertel, auch aufgrund des einsetzenden Feierabendverkehres, zu. Wenn man sich im Inneren der Kirche befindet, erkannt man, dass die Basilika eigentlich aus zwei übereinander liegenden Kirchen besteht. Hauptanziehungspunkt und Mittelpunkt der Kirche ist der 1,5m tiefer liegende achteckige Altarvorraum der Verkündigungsgrotte und die Engelskapelle.

Unmittelbar daneben befindet sich die Josephskirche, die sich auf der Stelle befindet, auf der sich Haus und Werkstatt von Joseph befunden haben sollen.

Nach diesen vielen Eindrücken ging es dann wieder zurück nach Tel Aviv, um müde ins Bett zu fallen.

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