Prince-Edward-Island – Oder PEI wie die Einheimischen sagen

Nach dem Stress und teilweise auch Frust der letzten Tage freuten wir uns auf zwei Tage auf der Insel und wir hatten von Beginn an Glück…

10 min vor Abfahrt der stündlichen Fähre erreichten wir den Fährterminal und waren eigentlich auf Wartezeit eingestellt, erfuhren jedoch, dass wir direkt die Fähre nehmen konnten, die gerade einlief und kurz darauf ihren Inhalt ausspuckte …

Nach gut 75 Minuten, die wir nutzten, um unseren heutigen Tag auf der Insel zu planen, erreichten wir den Wood Island Ferry Terminal. Lange zuvor konnten wir bereits von Deck aus die erneuten landschaftlichen Veränderungen erkennen, insbesondere die roten Sandsteinfelsen bzw. -klippen, die wir auch aus unserer Heimat kennen und die vielen Leuchttürme stachen dabei ins Auge und wir freuten uns auf zwei Tage Sonne, blauen Himmel, Strand und Meer.

PEI wirbt mit 50 phänomenalen Stränden und so war es nicht verwunderlich, dass wir, nachdem wir uns mit Picknick für den Mittag eingedeckt hatten, den ersten dieser Strände ansteuerten. Um nicht wieder in Zeitnot zu kommen, entschieden wir uns schweren Herzens, den ersten Teil durch das Inselinnere zurückzulegen und erst nach den ersten Kilometern auf der Küstenstraße weiterzufahren.

Der Name eines Strandes ‚Singing Sands‘ hatte unsere Aufmerksamkeit geweckt und so steuerten wir mit kurzen Stopps an Aussichtspunkten eben jenen Strand an, um dort den Sand singen zu lassen – wir hatten Spaß wie kleine Kinder – und am Strand zu picknicken.

Gut gestärkt ging es dann weiter auf dem Coastel Drive bis zum ersten Teil des Prince Edward Island National Park. Ein Spazierweg führte zu gewaltigen Sanddünen, die sich gut getarnt hinter einem kleinen Wald versteckten und nur über schwimmende Stege zu erreichen waren. Nachdem die Düne überwunden war, standen wir am gut 6km langen Strandabschnitt mit dem Namen ‚Greenwich‘. Toller Sand, wenige Menschen, flaches und unheimlich klares Wasser und im Hintergrund die weißen, feinsandigen Dünen, die uns an Ostseestrand erinnerten.

Kanada hat es auch an diesem Tag wieder einmal geschafft, uns mit seiner unerwarteten Vielfalt und Schönheit zu überraschen.

Es war mittlerweile später Nachmittag und so steuerten wir den letzten Campingplatz auf unserer Reise an, wo wir unser Zelt unter Bäumen, auf grünem Gras aufbauen konnten. Nur der Weg zum Waschhaus war etwas weit …

Bevor wir jedoch die Nacht einläuteten, nutzten wir die verbleibenden Stunden, um in die Inselhauptstadt Charlottetown zu fahren und die Kleinstadt mit einem beschaulichen historischen Ortskern zu besuchen.

Am nächsten Morgen stand zunächst der erneute Besuch des Nationalparks an, der sich über verschiedene Küstenabschnitte erstreckt. Da wir trotz Zeltabbau, Zelttrocknung und vollständigem Packen für den Flug am nächsten Morgen zeitig aufbrechen konnten, hatten wir einzelne Abschnitte und besondere Plätze auch heute wieder für uns alleine. Am ersten Leuchtturm an der Küstenstraße stoppten wir, gönnten den Füßen noch einmal Kontakt zum rot gefärbten Sand und badeten sei noch einmal im flachen Wasser, bevor es weiter ging zur Landzunge bzw. zum Brackley Point. Dort wanderten wir noch einmal im Nationalpark, bestaunten die verschiedenen Ansichten von Meer und Lagune und läuteten langsam den Abschied von der Insel ein.

Dieser sollte noch einmal von einem weiteren Highlight begleitet werden. Seit 1997 verbindet die Confederation Bridge PEI mit New Brunswick. Die Brücke ist mit ihren fast 13km die längste künstliche Brücke der Welt, die über Eiswasser führt und lässt sich besonders gut vom Cape Jourimain Natur Center, einer vorgelagerten Insel, betrachten. Ein letzter Wanderweg führte uns noch einmal zu einem Leuchtturm und von dort ging es dann riesige Muscheln einsammelnd über Felsen und den Strand zurück zum Parkplatz.

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Auf dem Weg zum Flughafen in Halifax landeten wir durch Zufall bei einem Imbiss mit leckeren Fish & Chips, bevor dann die letzte Nacht im Auto, deutlich bequemer als am Flughafen unseren Abstecher nach Nova Scotia und PEI beendete.

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Am nächsten Morgen ging es dann pünktlich über Montreal nach Quebec, der letzten Destination unserer Reise.

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